Rechnen & nachweisen
Wärmebrückennachweis
Detailberechnung statt pauschalem Zuschlag: weniger Wärmeverlust auf dem Papier und im Gebäude.
Warum sich der Nachweis rechnet
Wärmebrücken sind Stellen, an denen mehr Wärme nach außen fließt als in der Fläche daneben: Balkonplatten, Fensteranschlüsse, Sockel, Deckenauflager. Im Nachweis dürfen sie pauschal berücksichtigt werden – mit einem Zuschlag auf alle Bauteile. Dieser Zuschlag ist bewusst auf der sicheren Seite und macht Ihr Gebäude auf dem Papier schlechter, als es ist.
Der detaillierte Nachweis ersetzt die Pauschale durch gerechnete Werte. Häufig entscheidet das darüber, ob eine Effizienzhaus-Stufe erreicht wird – ohne dass ein Zentimeter mehr Dämmung verbaut werden muss.
Zwei Wege zum Nachweis
- Gleichwertigkeitsnachweis: Ihre Anschlussdetails werden mit den Referenzdetails der Norm verglichen. Schnell und ausreichend, wenn üblich gebaut wird.
- Detaillierte Berechnung: Wir modellieren die Anschlüsse und berechnen die Wärmebrückenverlustkoeffizienten einzeln. Aufwendiger, aber genauer – und meist deutlich günstiger als die Pauschale.
Nicht nur Energie: Feuchteschutz
Die Berechnung liefert nebenbei die Oberflächentemperatur im Anschlussdetail. Damit lässt sich prüfen, ob eine Stelle schimmelgefährdet ist – gerade bei Innendämmung und im Bestand ist das der eigentliche Grund, genauer hinzusehen.
Was wir dafür brauchen
Ausführungsdetails oder Schnitte der geplanten Anschlüsse, den Aufbau der angrenzenden Bauteile und die verwendeten Materialien. Im Bestand nehmen wir die Details vor Ort auf, wo keine Zeichnungen mehr existieren.
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